Was sind individuelle Lernzeiten an der Greenhouse School?

Was ist das Besondere an der Greenhouse School?Jedes Kind ist einzigartig und hat ein Recht auf höchstmöglichen Erfolg! Dieser Herausforderung wird das Kollegium der Greenhouse School durch konsequente Individualisierung der Lernprozesse im Rahmen der Individuellen Lernzeit (kurz: ILZ) gerecht.

Aber was ist ILZ und was geschieht in diesen Stunden?
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  • Ein Drittel der Unterrichtszeit vollzieht sich als
    „Individuelle Lernzeit – ILZ“
  • Diese Stunden sind mit Personal doppelt besetzt. Es herrscht Flüsterkultur!
  • Jeder Schüler hat einen Lerncoach (Lernberater), der sich einmal pro Woche mit ihm trifft und die ILZ-Zeit mit ihm gemeinsam plant.
  • In ILZ befassen sich die Kinder mit vorgeschriebenen Inhalten der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch
  • Die Anforderungen/zu erwerbenden Kompetenzen eines Faches kann der Schüler an einem Fach-Kompetenzraster „ablesen“.
  • Für jedes Fach hängt ein Kompetenzraster am Arbeitsplatz des Schülers. Nähere Konkretisierungen der Teil-Kompetenzen können die Kinder den Lernkatalogen entnehmen.
  • Zu Beginn der ILZ-Zeit schreibt sich der Schüler einen Tagesplan: Was will ich heute in welchem Fach erreichen? Instrument hierfür ist das „Setting“
  • Am Ende der ILZ-Zeit reflektiert der Schüler seinen Lern-Erfolg- oder Lern-Misserfolg und schreibt seine Gedanken kurz auf.
  • In der ILZ-Zeit bearbeiten die Kinder Lernjobs der verschiedenen Fächer.
  • Jeder Lernjob bildet das Übungsmaterial für eine zu erzielende Teil-Kompetenz des jeweiligen Faches ab.
  • Die Lernjobs einer Teil-Kompetenz liegen auf 3 Niveaustufen vor: 1-Stern, 2-Stern und 3-Stern-Lernjobs.
  • Nach persönlicher Einschätzung (Steigerung der Selbstverantwortung) und Rücksprache mit seinem Lerncoach wählt das Kind das Thema des Faches, mit welchem es sich beschäftigen will/muss,  und die Niveaustufe (1-Stern, 2-Stern oder 3-Stern) der Lernjobs aus.
  • Nach Bearbeitung des Lernjobs wandert das Schüler-Ergebnis in den Posteingang des Fachlehrers. Der Fachlehrer entnimmt den bearbeiteten Lernjob und korrigiert ihn bzw. händigt dem Kind Unterlagen zur Selbstkontrolle aus. Sind noch Fehler in dem Lernjob, wandert dieser in den Posteingang des Schülers. Dieser entnimmt ihn dort wieder und bearbeitet ihn erneut. Wieder landet das Ergebnis im Posteingang des Lehrers etc. Erst wenn alles in Ordnung ist, bekommt das Kind für die richtige Bearbeitung einen kleinen Klebepunkt auf dem entsprechenden Bereich seines Kompetenzrasters. Die so nach und nach erzeugte Punktelandschaft ist letztlich die Lernerfolgslandschaft!
  • Starke wie auch eher schwache Kinder lassen sich hervorragend mit diesen Punkten motivieren.
  • Wenn sich das Kind nun einige Zeit mit einer Teilkompetenz befasst hat und sich sicher ist , diese zu beherrschen, so bittet er den Lehrer um eine Lernerfolgskontrolle („Arbeit“). Hier muss er sich wieder entscheiden, ob der die „Arbeit“ auf 1-Stern, 2-Stern oder 3-Stern-Niveau schreiben will. Von seinem Lerncoach wird er entsprechend beraten, weil jedes Kind zum höchstmöglichen Erfolg geführt werden soll. Ist das Ergebnis der Lernerfolgskontrolle ausreichend und besser, kann davon ausgegangen werden, dass das Kind die zu erwerbende Kompetenz tatsächlich auch erworben hat. Fällt die Arbeit schlechter aus, zeigt das doch nur, dass das Kind noch mehr Lernjobs bearbeiten muss und nach einer weiteren Woche die Lernerfolgskontrolle erneut schreiben kann.
  • In der ILZ-Zeit werden Präsentationen für den öffentlichen Wochenabschluss am Freitag erarbeitet (vorgegebene oder selbst gewählte Themen).

Der Link zu diesem Artikel lautet:
https://greenhouse-school.de/2010/01/09/ilz-an-der-greenhouse-school/