Lernen und Erinnern sind von zentraler Bedeutung in einer Zeit, in der antisemitische Bewegungen zunehmen. Um an die Verfolgung der Juden während des Nationalsozialismus zu erinnern, unternahm die Klasse 10E am 20. März 2026 einen lehrreichen Ausflug nach Rostock.
Den Anfang machte eine Stadtrallye, die am Doberaner Platz startete. Über etwa fünf Kilometer verteilt entdeckten die Schülerinnen und Schüler „Gedenksteine“ und lernten Zeugnisse jüdischer Kultur, Anekdoten aus dem Alltag sowie wichtige Orte jüdischen Lebens kennen. Dazu gehörte auch die Geschichte von Prof. Dr. med. Hans Moral, Direktor der Zahnklinik der Universität Rostock und international anerkannter Wissenschaftler, der den Weg für die örtliche Betäubung beim Zahnarzt ebnete. Seine Verdienste wurden jedoch – wie viele jüdische Beiträge zu Wissenschaft und Kultur – lange Zeit nicht angemessen gewürdigt.
Die Tour, die durch Aufgaben und Informationsmaterial begleitet wurde, endete am Max-Samuel-Haus und führte damit zur nächsten Station. Eine zentrale Aufgabe des Hauses ist es, Wissen über jüdische Geschichte und Kultur zu vermitteln, um Antisemitismus und Intoleranz wirksam entgegenzuwirken. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie sich das jüdische Leben in Rostock von 1870 bis heute entwickelt hat. Auch die Entstehung des Max-Samuel-Hauses wurde erläutert.
Anschließend hielten die Schülerinnen und Schüler Vorträge zu den Themen Deportationsbefehl und zu den Lebensläufen jüdischer Persönlichkeiten. Der Tag war sehr informativ und bereitete die Klasse gut auf die zwei Tage später stattfindende Studienfahrt nach Auschwitz vor.
(Marko 10E)
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